Dorfkirche Kirchdorf auf Poel

Die Anfänge der Geschichte der Poeler Kirche gehen zurück auf das Jahr 1250. Kurz nach der (modernen) Besiedlung Poels errichteten die Siedler dieses Gebäude. Die Kirche ist damit das älteste noch existierende Bauwerk auf der Ostseeinsel. Sie steht im nördlichen Bereich der alten Wallanlage im Hauptort Kirchdorf, dessen Name auf sie zurückzuführen ist.

Im Mittelalter war die Kirche eine Landmarke für Seefahrer, die sich an der Turmspitze orientierten. Dieser misst immerhin 47 Meter und ist von See aus gut zu erkennen. Da der Turm achteckig ist, wird er im Volksmund auch gerne Bischofsmütze genannt.

Bei der Erbauung zu Beginn des 13. Jahrhunderts war die Kirche komplett in einem romanischen Stil gehalten. Die Erweiterung des Kirchenschiffs und eine Erhöhung im 14. Jahrhundert brachten gotische Elemente in die Kirchenarchitektur. Unter anderem haben die Baumeister in dieser Zeit die ehemaligen Fensterschlitze durch Rundbogenfenster ersetzt, ein steileres Dach aufgesetzt und im Innenraum ein Gewölbebogen eingezogen. Noch heute ist dieser interessante Stilmix aus romanischen und gotischen Elementen für Besucher deutlich zu erkennen.

Im Inneren der Poeler Kirche befindet sich dagegen nur wenig Prunkvolles. Der eher schlichte Innenraum beinhaltet zwei Altäre, von denen einer die Krönung Marias darstellt. An einer Wand der Kirche ist eine Madonna im Strahlenkranz zu sehen. Eine in Deutschland seltene gotisch verzierte Grabplatte aus Kalkstein, wie sie eher aus Skandinavien bekannt ist, befindet sich im Chor der Poeler Kirche.

Die Poeler Kirche wird für Orgelkonzerte und Gottesdienste genutzt. Eine Führung ist jeden Sonntag nach dem Gottesdienst möglich. Informationen und Termine sind darüber hinaus über das Pfarramt in Kirchdorf unter Tel. 038425 42459 und 038425 20228 zu erhalten.

2 Kommentare

  1. Die Kirche ist wunderschön, wir haben vor 4 Jahren da geheiratet, nur der Herr Pfarrer Grell, der Kirchenchor, und wir, mein Mann ich ich.
    Damals wurde die Kirche noch restauriert, sie ist bestimmt sehr, sehr schön geworden.
    Wir denken gerne daran zurück und werden die Kirche und die Insel mal wieder besuchen.
    Viele liebe Grüße aus dem Schwabenland von Heidi Neumann

  2. Die Kirche ist ein Ort der Ruhe und Besinnung und liegt inmitten eines idyllischen Friedhofs. In den Sommermonaten haben wir immer wieder mit Begeisterung den unterschiedlichsten Konzerten – nicht nur auf der Orgel – gelauscht. Die Künstlerauswahl war beachtlich.

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